00:00:03: Schnaufhörbar, der Knauf-Podcast mit aktuellen Themen rund um die Bereiche Trockenbau, Putzfassade und Boden.
00:00:12: Herzlich willkommen zur Hörbar dem Podcast Der Knauf Gips KG!
00:00:16: Mein Name ist Bernd Licewski und ich freue mich dass Sie uns eingeschaltet haben.
00:00:19: heute sprechen wir über ein Thema das in Planung Ausschreibung und Ausführungen immer wieder für Diskussionen sorgt.
00:00:25: Gips in Feuchträumen?
00:00:27: Dazu gab es schon mal eine Folge.
00:00:29: Inzwischen haben sich aber normative Rahmenbedingungen weiterentwickelt.
00:00:32: Deshalb schauen wir heute noch einmal ganz konkret drauf.
00:00:35: Was sagt die DEAN-Achzenfünfdreivier als anerkanter Stand der Technik?
00:00:40: Was ist für den Trockenbau relevant und was ändert sich mit Blick auf die Anpassung ab Oktober, zwanzig, fünfundzwanzig?
00:00:47: Dazu ist heute Kai Niehausmaier mein Gesprächspartner.
00:00:51: Hallo Kai!
00:00:52: Herzlich willkommen dass du heute bei mir zu Gast bist in der Knaufhörbar.
00:00:56: Warst ja schon mal dabei aber stelle dich doch nochmal bitte kurz selber vor.
00:01:01: Hallo Bernd, danke für die Einladung dass ich wieder da sein war.
00:01:04: Ja in einer der ersten Folgen vor weiß nicht wieviel Jahren war ich schon mal da durfte schon Mal zum Thema Aquapanel berichten.
00:01:12: Meine Aufgabe ist seit fast oder über zwanzig Jahren bei KNAUF das Thema Aquapanel, bin zuständig als Gebietsleiter im Nordwesten von Deutschland und unterstütze entsprechend die Kollegen in allen Belangen rund um die Zementplatte im Innen- und Außenbereich.
00:01:28: Und heute geht es um das Thema Feuchträume.
00:01:30: dazu hatten wir ja schon mal einen Podcast aber da hat sich jetzt ein bisschen was geändert.
00:01:35: Was hat sich denn da geändert?
00:01:36: Und warum ist das Thema jetzt wieder interessant für uns?
00:01:40: Ja, das Thema Feuchträume muss ich eigentlich ergänzen.
00:01:43: Es geht um Feucht und vor allem um Nassräume – und das ist eigentlich das Entscheidende!
00:01:47: Da hat sich im letzten Herbst die Norm, der Achtzehn-Fünfhundertdreißig wurde etwas angepasst und da gibt es gerade für den Trockenbau einige entscheidende Änderungen.
00:01:58: Und da wollen wir heute mal drüber sprechen.
00:02:00: Diese Norm, die ist ja jetzt nicht jeden Trockenbauer bekannt.
00:02:03: Das geht da eher um Abdichtungen wo der Trocken-Bauer nicht ganz so viel mit zu tun hat.
00:02:09: Wer arbeitet denn mit der Norm und was sagt ihr denn genau aus?
00:02:12: Ja das ist richtig!
00:02:12: Die Norm ist eigentlich ich sage mal die Bibel des Fliesengewerks, wo es um die Absichtung im Nassbereich geht oder im Innenbereich Und jeder kennt wahrscheinlich die sogenannten Verbund-Abdichtung, also diese streichfähigen Abdrichtungen.
00:02:27: Die mittlerweile seit mehreren Jahrzehnten eigentlich stand der Technik sind.
00:02:32: und bis siebzehn waren diese Norm oder dieser Absichtung nirgendwo geregelt.
00:02:37: Das war immer eine Sonderverhandlung weil die meisten früher die Abdichtungen ging es um Bahnabdichtungsähnlich ist.
00:02:44: Und zwanzigsebzehnt ist erstmalig die Achtzehn, fünfhundertvierunddreißig beziehungsweise eine ganze Norm Reihe erschienen wo Abdichtung im Hochbau bestimmt wird und damit die alte Achtzin einhundertfünft neunzig eigentlich abgelöst wird.
00:02:59: Also wenn der Planer und Bauherrich, also hauptsächlich der Planar dann sich jetzt dran setzt und sagt Wo brauche ich welche Abrichtungen?
00:03:06: ist die Norm quasi für ihn?
00:03:08: Die richtige Unterlage?
00:03:09: Genau gerade von den Innenraum.
00:03:11: es ist die Aachzehn Fünfhundert Vierund Dreißig das stand der Technik und danach sollte er sich nach Möglichkeit richten.
00:03:17: Ist damit jetzt auch genauer geklärt, aber ich glaube das war schon vorher so.
00:03:22: ja wann habe ich einen häuslichen Feuchtraum?
00:03:24: Und wann darf ich Gips einsetzen?
00:03:26: früher gab es eine Diskussion Ja wenn Bodenablauf drin ist dann muss ich mit Gipsmaterial den aufpassen.
00:03:31: Ich glaub das war da endlich vom Tisch oder
00:03:33: Genau die Diskussion dieses hin und her war vom Tisch und damit war eigentlich gerade für den häuslich Raum alles relativ klar.
00:03:41: Da darf ich weiterhin Gips einsetzen.
00:03:44: kurz gesagt, unabhängig ob der jetzt im Bodenablauf drin ist oder nicht.
00:03:48: Für den Bodenablauf gibt es sicherlich Sonderregelung aber das betrifft in erster Linie die Bodenflächen beziehungsweise auch die Absichtung des Fliesenligers zum Beispiel bodengleiche Duschen und ähnliches.
00:03:58: Im heutigen Bereich geht's jetzt mal hauptsächlich um die Wandflächen denke ich um die Decke.
00:04:02: wir haben Druckenbau als Schwerpunkt, Gipsprodukte als Schwerkpunkt.
00:04:06: Im Boden kann man einfach sagen wenn kein Wasser drauf stehen bleibt kann ich auch Gips einsetzen.
00:04:11: Ja, kurz gesagt kann man dazu sagen.
00:04:13: Also grundsätzlich im Badezimmer fangen wir da an sollte natürlich möglichst im Bodenbereich eine Abdichtung immer vorhanden sein unabhängig bodengleiche Dusche oder nicht den Havariefall oder ähnliches einfach abzudecken.
00:04:25: Jetzt hat die Achtzehn fünf vier drei vier ja das schon mal relativ klar geregelt.
00:04:32: also der Fliesenleger weiß jetzt Bescheid der Planer weiß bescheid und ich Du sagst auch immer bei uns den Putzern und den Trockenbauern, dass sie sich da dran halten können.
00:04:41: Was hat sich denn jetzt geändert?
00:04:43: Und ist dann der Grund das wir heute nochmal zusammensitzen?
00:04:46: Ja im Grunde ist es die Norden des Fliesenlegers.
00:04:49: aber der Fliesenlegger hat da eigentlich die Regel mit dem Planer welche Abdichtung für welchen Untergrund für welche Beanspruchung notwendig ist.
00:04:57: Und den Untergrund stellt in der Regel der Putzer, der Trockenbauer her und nicht der Fliesenleger.
00:05:02: Und dementsprechend muss der Untergrund entsprechende Anforderungen haben.
00:05:06: Man unterscheidet da in wasserempfindliche Untergründe die klassischen Gipsputze oder Gipsplatten, die ich im häuslichen Bereich ohne Weiteres noch einsetzen kann.
00:05:16: Da kommen wir eigentlich – das ist der Feuchtbereich – dann kommen wir in den Nass-Bereich Und da gibt es gewisse Einschränkungen für die Verwendung von Gipsprodukten beziehungsweise feuchte empfindliche Untergrund.
00:05:28: Das wird ja mit Wassereinwirkungsklassen schon in der alten Norm beschrieben, von wenig bis stark?
00:05:34: Wann darf ich was verwenden?
00:05:36: Fangen wir mal vorne an!
00:05:38: Häuslichen Bad, das ist eigentlich die normale Beanspruchung.
00:05:41: Das sind die sogenannten Wassereinwirkungsklassen W-null i und W-einsi.
00:05:46: W-Null ist zum Beispiel das Gästebad also Null und Eins sind die Klassen und das I heißt innen für die Abkürzung einmal.
00:05:53: Und die Klasse W-Einsi.
00:05:55: für ein häusliches Bad können die Wandflächen relativ einfach abgedichtet werden, d.h.
00:06:00: zum Beispiel knauf flächendicht.
00:06:02: Es ist eine relativ preiswerte Abdichtung und die Verarbeitung ist auch relativ unkompliziert.
00:06:08: Und die darf zum Beispiel auf den Wandflächen in einer häuslichen Dusche und Ähnlichem eingesetzt werden.
00:06:13: Es kommt immer wieder die Frage, häusliche Dusche?
00:06:16: Wie ist das denn in Hotels, Krankenhäusern
00:06:19: usw.,
00:06:20: wenn ich da ein Patientenzimmer habe wird er häufiger geduscht als im häuslichem Bereich.
00:06:26: kann ich da auch die Materialien einsetzen?
00:06:28: Ja, im Grunde die Frage bringt die Antwort.
00:06:31: Also die Nutzung ist in der Regel nicht anders wie bei uns zu Hause.
00:06:36: ein zwei Personen maximal duschen da einmal am Tag.
00:06:39: also die häusliche Nutzungen ist ja gegeben und das hat die Norm eigentlich klar geregelt dass in diesen Bereichen was er empfindliche Baustoffe sprich Gips ohne weiteres einsetzbar sind unabhängig ob es jetzt privat oder gewerblich genutzt wird.
00:06:53: Es ist einfach von der Nutzungsspritzwasser ist genauso wenig wie bei uns zu Hause.
00:06:59: Jetzt haben wir den Gips für W-null und W-eins, wann darf ich den nicht mehr nehmen bzw.
00:07:06: wann nehme ich ausschließlich feuchtunempfindliche Produkte wie die Aquapaneeplatte?
00:07:11: Ja dann kommen wir nämlich in diesen sogenannten Nassbereich.
00:07:14: das ist die Klasse W-II, W-III und da geht es im Extremfall.
00:07:18: zum Beispiel das Schwimmbad kann sich jeder vorstellen aber auch Duschanlagen Großküchen oder Räume von Lebensmittelvorbereitungen in Supermärkten oder ähnliches, wo eben eine hohe Spritzwasserbelastung ist.
00:07:32: Aber das ist einmal die Nutzung aber gleichzeitig auch Brauchwasser zum Beispiel über die Reinigung teilweise auch mit chemischen Reinigungsmitteln und das sind die Klassen W-II, W-III mit hoher bzw sehr hoher Wasserbeanspruchung.
00:07:45: Und da sind in der Regel als Untergrund für die Absichtung, die der Fliesenleger einsetzen muss keine wasserempfindlichen Baustoffe mehr zugelassen.
00:07:54: Unter anderem auch knauflechenlich darf ich zum Beispiel nicht in der Großküche einsetzen.
00:07:59: Und genau da gab es, glaube ich dann die Änderung, die letztes Jahr mit rausgekommen ist?
00:08:04: Richtig!
00:08:05: Also jeder kennt wahrscheinlich die Diskussion von den sogenannten Gips-Fließplatten sprich unserer DryStar eine sogenannte H-I-Platte, die eine geringere Wasseraufnahme hat von unter drei Prozent und die sind in der Regel für W-II, W-III.
00:08:20: für den Nassbereich nicht zugelassen.
00:08:24: gibt es einen Zusatz, dass nur in der Klasse W-II feuchte empfindliche Untergründe zugelassen sind, sofern der Hersteller das entsprechend nachweist kann.
00:08:37: Aber muss den Zusatz geben – Nur in der klasse wiii!
00:08:41: In wIII ist weiterhin nur zum Beispiel die Aquapanne zulässig und keine Gipsplattung.
00:08:46: Wenn ich jetzt ein Projekt plane und ich bin im Bereich Als Planer, wie entscheide ich am besten was sich da jetzt einsetzt?
00:08:55: Ja.
00:08:55: Ich muss mehrere Sachen berücksichtigen.
00:08:57: als erstes natürlich mache ich jetzt eine Massivkonstruktion der Trockenbau Konstruktion das heißt den Untergrund.
00:09:03: wir sind jetzt im Trockenbau als Beispiel.
00:09:05: dann muss ich die Nutzung natürlich berücksichtigten zum Beispiel Großküche.
00:09:10: welche hygienischen Anforderungen Zwecks der Reinigung hat der Bau her?
00:09:15: muss das täglich gereinigt werden, wöchtlich?
00:09:17: welche Reinigungsmitteln kommen zur Einsatz?
00:09:19: und dementsprechend legt er dann ja auch eine entsprechende Keramikfeste in den meisten Fällen jedenfalls.
00:09:24: Und die dazugehörige Abdichtung.
00:09:27: Die Absichtung kann nicht auf jedem Untergrund aufgebracht werden sprich einer Großküche der Abdrichtung darf in der Regel nicht
00:09:34: auf Gips aufgebracht wird.
00:09:36: Also da ist dann Aquapanier gesetzt?
00:09:38: Da setzen wir dann Aquaponiel.
00:09:40: Grundsätzlich empfehlen wir eigentlich im W-II, WB III ist unsere Empfehlung immer die Aquapanel Indoor als wasserhundert Prozent wasserunempfindliche Platte und Schimmelpilzresistent.
00:09:51: Da ist kein Karton drauf, ein Karton kann da nicht schimmeln wenn keiner darauf
00:09:54: ist?
00:09:54: Einmal das aber auch die Dry Star, da gibt es Fließ drauf, kein Kartong, aber wie gesagt die ist nur für W-II zugelassen und auch die hat irgendwann mal seine ihre Grenzen.
00:10:05: und daher empfehlen wir eigentlich sicher ist sicher immer die aquapaneplatte.
00:10:10: Gehen wir nochmal einen Schritt in die niedrigere Klasse, in den häuslichen Bereich mit rein.
00:10:15: Da kann ich jetzt, sagen wir mal ein Anführungszeichen bei W-null und W-eins eine normale Gipsplatte einsetzen?
00:10:22: Mit Abdichtung dann dementsprechend obendrauf.
00:10:24: was für Vorteile bringt mir eine imprägnierte Platte oder eine Drystar-Platte da?
00:10:29: Ja jeder weiß wahrscheinlich oder die allgemeine Bezeichnung, die GKB, die normale Bauplatte hat natürlich eine relativ hohe Wassaufnahme Und die GKI-Platte oder auch die Dryester, die sind natürlich während der Produktionen der Kern zusätzlich hydrophobiert.
00:10:43: Dass die Wasseraufnahme geringer ist und dementsprechend empfehlen wir diese Platten da einzusetzen um die Wasser Aufnahme zu reduzieren im Falle von Durchdringungen und ähnliches.
00:10:55: Es geht meistens nicht um die Havari Rohrbruch oder Überflutung sondern meistens kleine Feuchtigkeitsmengen, die durch Fugen und Durchdringungen oder ähnliches so Stück für Stück in die Konstruktion eintreten.
00:11:08: Also normativ keine Pflicht aber eine zusätzliche Sicherheit?
00:11:11: Genau!
00:11:12: Ich vergleiche das immer gerne.
00:11:13: so.
00:11:13: wie früher war ABS auch keine Pflecht, aber wenn man es dann hatte, war man froh, wenn man's gebraucht
00:11:17: hat.
00:11:17: Genau, so ist das und dementsprechend empfehlen wir natürlich auch den grünen Uniflott, wenn ich schon habe A seht es für den Bauherren später auch schöner aus, wenn er eine gleichmäßige Fläche hat, aber auch der Spachtel ist natürlich zusätzlich noch imprägnierter.
00:11:32: Jetzt mit der Normüberarbeitung hat sich da auch schon bei WnullW-Eins was geändert?
00:11:37: Ja, eine kleine Erinnerung und Zusatz gibt es noch.
00:11:40: Dass jetzt bei Trockener Konstruktion grundsätzlich eine vollflächige Abdichtung eingebracht werden muss unabhängig ob ich jetzt eine Aquapaneeplatte oder eine GKI einsetzte.
00:11:49: Also immer dann?
00:11:50: Immer!
00:11:51: Grundsätzlich immer eine voll flächliche Abdrichtung.
00:11:53: bei Trockenbaukonstruktion
00:11:55: Kommen wir mal wieder in den Nassbereich mit rein.
00:11:57: Feuchteschutz, das hat ja auch ein bisschen was mit nicht nur der Platte sondern Unterkonstruktion zu tun.
00:12:02: du hast gerade erwähnt mit der Abdichtung man braucht euch denn jetzt korrosionsgeschützte Untergrundkonstruction?
00:12:09: Ja das war in der vorigen Version der Norm eigentlich schon in so einem kleinen Beitrag Text auch schon definiert.
00:12:15: also ab der Wassereinwirkungsklasse II ist sogenannte Korrosionsgeschützte Profile C-III vorgeschrieben und das ist jetzt nochmal ein bisschen genauer beschrieben.
00:12:25: bzw.
00:12:26: da ist auch noch mal der Hinweis zur neuen Trockenbau-Norm, Achtzehnzweihundneinzehnten wo nochmal explizit der Korrosionschutz für Trockenbaukonstruktion geregelt ist.
00:12:37: Und ab wie zwei unabhängig ob ich eine Drystar oder Aquapaneeleinsätze muss sich immer mindestens C-II wählen.
00:12:44: Jetzt bin ich nicht so firm im Trockenbau, also wir haben blaue Profile und schwarze die Korrosions geschützt sind.
00:12:48: Die einen sind C drei und die anderen sind C vier oder?
00:12:55: Die blauen Profile sind C-Fünf und die setze ich eigentlich vorrangig ja bei extremen Beanspruchungen zum Beispiel im Schwimmbadbereich oder Sole Bereich, oder ähnliches.
00:13:04: In der Regel für eine Duschanlage als Beispiel oder auch ne Großküche wenn jetzt keine übermäßige zusätzliche Beansprung da ist reicht eine C-III Unterkonstruktion aus.
00:13:14: Wenn wir jetzt W-II und W-III haben Du hast gerade erzählt Da kommt mehr Feuchtigkeit mit an.
00:13:20: Wie unterscheide ich die noch mal genau?
00:13:22: Ja, das ist schwierig.
00:13:23: Die Norm gibt ja jetzt nicht hundert Prozent die Vorgabe WII-WIII also.
00:13:29: es heißt hohe und sehr hohe Feuchtigkeitsbelastung teilweise mit Brauchwasser was im Boden relativ klar ist zum Beispiel eine Großküche.
00:13:38: da habe ich neben dem Frischwasser, teilweise eben auch Brauchwasser von der Lebensmittelzubereitung was auf dem Boden steht.
00:13:44: und dann kommt noch zusätzlich das Thema Reinigung.
00:13:47: Und darum ist es sehr knapp abzugrenzen.
00:13:49: also nehmen wir mal ein Beispiel einer Duschanlage im Schwimmbad.
00:13:53: ich glaube das kann sich jeder vorstellen.
00:13:55: Der Bereich der Duschanlagen selbst ist in der Regel W-III bzw.
00:14:00: sehr hohe Spritzwasserbeansprung und da empfehlen wir ausschließlich Aquapanäle.
00:14:05: oder sollte auch ausschliesslich euchte unempfindlicher Untergrund gewählt werden, aber vor der Dusche wo ich mich abtrockne beispielsweise kommt natürlich kein direktes Spritz Wasser hin.
00:14:15: dementsprechend könnte ich das eine Stufe runter stufen Sprich mit Gips machen.
00:14:20: Aber und das ist eben dieses große aber, wo der schmale Grad ist wenn wir nach dem Schwimmen alle zu Hause sind kommt die Reinigungskolonnen und dann werden auch diese Flächen meist chemisch gereinigt abgespritzt und ähnliches Und daher ist auch diese fläche automatisch in W-III.
00:14:37: Darum ist der grad zwischen w zwei und w drei sehr schmal und Wir empfehlen grundsätzlich die Planung Richtung w drei.
00:14:44: Das erinnert mich an einen Fall in einer Beratung, den ich mal hatte mit Akustik in eine Dusche.
00:14:50: Da hat keiner dran gedacht dass da immer wieder Legionellenspülungen gemacht wurde Mit siebzig Grad heißem Wasser und der Dampf ist dann durch die Akustiktecke an die Unterkonstruktion gegangen.
00:14:59: das ist natürlich schon extrem was da anfällt.
00:15:02: Genau das ist ein Beispiel.
00:15:03: Ich kann sogar noch ein akutes Beispiel drauflegen, was momentan sehr viel in der Diskussion ist.
00:15:09: Jeder kennt die Diskussionen vor allem die, die eigene Kinder haben oder frisch aus der Schule sind, sage ich jetzt mal.
00:15:15: Das Thema WC-Anlagen in Schulen.
00:15:17: Hygienestandardzustände und so weiter und sofort.
00:15:20: Normativ ist eigentlich eine WC Anlage im Bürogebäude oder im gewerblichen Gebäude feuchtbereicht.
00:15:26: D.h.,
00:15:26: hier kann ich ohne Weiteres Gips einsetzen.
00:15:29: In der Regel werden sie feuchtgewischt.
00:15:30: alles gut aber Eine WC-Anlage in der Schule ist von einer Definition keinen Unterschied von der Nutzung und ähnliches.
00:15:37: Aber jeder kennt die Thematik, wie werden diese Flächen mittlerweile gereinigt?
00:15:41: Meistens mit Chemie oder Wasserschlauch.
00:15:46: Ich will nicht sagen Hochdruckreiniger, aber mit dem Hochdrucksstrahl oftmals.
00:15:49: Edelstahlbecken wo man gar nicht mehr durchwischt sondern gleich den großen Schlauch ansetzt und alles mehrmals am Tag komplett reinigt.
00:15:57: Und dann ist diese Fläche von W-I fällt die automatisch im W-III und da denkt der Nutzer erstmal nicht dran.
00:16:04: Aber der Betreiber hat eben entsprechend diese Auflagen.
00:16:07: genauso muss der Planer oder übermäßige Belastung dieser Flächen eventuell mit einkalkulieren.
00:16:14: Wenn er davon ausgehen muss, dass die Kommune der Schulbetreiber vielleicht diese Flächen sehr aggressiv reinigt, dann muss er entsprechend die Flächen auch dafür auslegen.
00:16:23: und es gibt immer mehr Kommunen, die gerade dieses Thema Schul-WC Anlagen ganz klar in einen Nassraum definieren und sagen wir wollen hier was unempfindliche Untergrund
00:16:34: haben.
00:16:34: Ja wegen solchen Sachen wie mit dem WC kann jetzt natürlich sein Bauherr sagt, da machen wir pauschal Zement hin.
00:16:41: Ist das auch eine Lösung oder ist es vielleicht nicht so optimal?
00:16:44: Wie ist da deine Meinung?
00:16:45: Ja also viele Bauherren gehen dahin dass sie Zement fordern und keinen Gips mehr für diese Flächen fordern.
00:16:51: Und da muss man natürlich darauf achten, das ist ein gutes Recht.
00:16:54: natürlich er bezahlt es letztendlich und zum Beispiel die DryStar ist jetzt nicht wirklich viel viel günstiger.
00:17:01: Also den Materialkosten liegen ungefähr auf einem Level und dann geht der einfach nur mal sicher aus den Erfahrungen heraus.
00:17:08: Da muss man auch ganz klar sagen, wenn eine zementäre Platte ausgeschrieben ist.
00:17:13: Ist eine Gipsplatte?
00:17:15: Auch wenn die Anwendung vielleicht ähnlich ist nicht vergleichbar.
00:17:19: Wo sind denn da jetzt die Systemgrenzen im Vergleich zum Beispiel auf der Wandhöhen?
00:17:25: Dann muss man auch darauf achten, wie die meisten kennen Gipsplatten sind über die Norm geregelt.
00:17:29: Zum Beispiel das Wandschönen, das ist die Achtzehn-Einhundert-Achzig wo eigentlich generell immer so Konsollasten zum Beispiel so ein Hängeschrank einen Küchenschrank oder ähnliches mit einkalkuliert wird.
00:17:40: also man geht von Nullkommasiven Kilo Newton also umgerechnet circa siebzig Kilo pro laufende Meter Wand aus.
00:17:46: Für zementere Systeme gilt diese Norm nicht.
00:17:49: Das heißt, wir als Hersteller brauchen ein eigenes ABP was inhaltlich identisch ist mit dem Normenanforderung.
00:17:56: aber wir müssen es über einen ABP entsprechend nachweisen und da sind natürlich selbstverständlich auch diese Konsollasten oder die Anprallasten zum Beispiel für Einbarbereich eins und zwei entsprechend berücksichtigt.
00:18:07: Zunehmend gibt es Herstellers aus dem Ausland die zementäre Platten anbieten die mit unter dieser Nachweise entsprechend nicht vorliegen können.
00:18:16: Da sollte zumindest der Nutzer wirklich darauf
00:18:19: achten.
00:18:19: Okay, wenn ich jetzt planer Nutzer bin und da auch schauen will was denn die guten Platten Knauf-Aquapanil zum Beispiel für Daten für Unterlagen habe wo finde ich denn die richtigen Unterlagen?
00:18:31: Wo finde ich dann da Entscheidungshilfen, Prüfzeugnisse
00:18:34: usw.?
00:18:35: Ja ganz klar natürlich auf unsere Homepage knauf.com.
00:18:39: da haben wir etliche Tools.
00:18:40: im Download Bereich kann ich alle Unterlagen herunterladen, sogar den kompletten Aquapanelordner als eigene Datei.
00:18:48: Dementsprechend auch die Prüfzeugnisse sind dahinterlegt und weiterhin gerade wenn es um Ausschreibungstexte geht den Knauf-Systemfeinder, auch für den Planer für alle Systeme interessant wo er im LV Texte CAD Details und alles weitere hat.
00:19:03: Und ergänzend haben wir auf unserer Homepage eine Zusammenfassung der Änderung der Norm in einem Flyer zusammengestellt, wo entsprechend auch nochmal alle Punkte zu dieser Norm stichpunktartig aufgeführt sind.
00:19:17: Jetzt hast du mir noch so ein Stichwort aufgeschrieben, rote Karte?
00:19:21: Ja!
00:19:22: Was hat das denn damit auf
00:19:23: sich?!
00:19:25: Das mal rote Karte genannt, wo wir gesagt haben, wir empfehlen eben für den Nassbereich die Aquapanels, sementäre Produkte und daher zeigen wir Gips der roten Karte als Gipshersteller.
00:19:34: sicherlich ungewöhnlich.
00:19:35: Aber wir kennen die Risiken, wir kennen Schadensbilder und dementsprechend gehört im Nass-Bereich eine Gipsplatte nicht rein.
00:19:43: Können wir vielleicht zum Abschluss einmal so ein Kernbotschaft zusammenfassen?
00:19:48: Ich glaube einen Punkt hast du schon fast mit Anformuliert.
00:19:51: Es gibt Bereiche wo Gips sinnvoll ist, aber wo es irgendwann auch nicht mehr sinnvoll is.
00:19:56: Was würdest du denn mal so als Kernbotschaft unseren Hörern mitgeben wollen?
00:20:01: Ja
00:20:02: ich hab so drei Punkte eigentlich wo man sagen kann Feuchtraum ist nicht gleich Fortrahmen.
00:20:08: Entscheidend ist die richtige Wassereinigungsklasse nach Nutzung und vor allem nach Reinigung zu definieren.
00:20:14: Ja und zweitens nicht pauschal Material festlegen, sondern Nutzung, Norm.
00:20:18: Und vor allem die Systemanforderungen zusammen betrachten und dementsprechend auswählen.
00:20:23: Und als dritten Punkt... Die Unterscheidung zwischen W-II und W-III wird immer wichtiger gerade im Blick auf die normative Weiterentwicklung ab Oktober letzten Jahres.
00:20:33: Und im Zweifelsfall bei der Nutzungen halt drauf gucken das sie intensiver sein kann als man manchmal denkt?
00:20:39: Genau!
00:20:39: Das ist ganz wichtig.
00:20:41: also immer den Worst Case
00:20:42: mitbetrachten.
00:20:43: Sind die Neuerungen jetzt auch schon in allen Merkblättern und Unterlagen so mit umgesetzt?
00:20:48: Ja, zum Teil.
00:20:49: Es gibt einmal das ZDB-Merkblatt von Fließ & Naturstein.
00:20:53: Das ist das Merkbrett der Fliesenleger Und da sind die Neuierungen schon komplett mit eingearbeitet.
00:20:58: Das ist glaube ich die Ausgabe Februar XXVI Und weiterhin gerade für ein Trockbau das Werkblatt Nummer Fünf vom Verband der Gipsindustrie Und das ist noch auf dem alten Stand April zwanzig zweiundzwanzig.
00:21:12: Da wird sicherlich zeitnah die Überarbeitung folgen.
00:21:17: Neue Normen schon seit Oktober letzten Jahres, aber wir sind immer noch zeitnah vor allen Merkblättern mit dabei!
00:21:24: Danke für die Information Kai, dass du uns hier auf den aktuellen Stand gebracht hast und bis zum nächsten Mal gerne wieder.
00:21:31: Mach's gut, danke!
00:21:37: Vielen Dank auch an Sie für das Zuhören.
00:21:39: Wir hoffen, dass Ihnen diese Folge der Knaufhörber wieder gefallen hat.
00:21:42: Wenn Sie sonst noch Fragen, Wünsche und Anregungen zu diesem Podcast haben dann senden sie doch eine Mail an hörbar.knauf.com.
00:21:49: Hörbar natürlich mit OE geschrieben.
00:21:52: Und zum Schluss noch ein Tipp zum Vormerken Die Knauchwerktage in den Staatlöchern.
00:21:57: Freuen Sie sich auf spannende Tage, starke Ausstelle und die gebündelte Kompetenz der Knaufgruppe Live vor Ort.
00:22:04: Merken Sie sich schon mal die Termine vor In Düsseldorf am siebenundzwanzigsten und achtundzwannzigsten Januar In Stuttgart am dritten und vierten Februar im Mainz am siebzehnten und achtzehnten Februar.
00:22:15: Und in Berlin, am vierundzwanzigsten und fünfundzwanzigtem Februar, zwei tausenddienundzwantig.
00:22:20: Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren.
00:22:22: Weitere Informationen folgen in Kürze!
00:22:25: Wenn Sie nichts verpassen wollen, abonnieren Sie den Knopf Newsletter.
00:22:28: Auf www.knauf-werktage.de finden Sie weitere Infos.
00:22:33: Jetzt freue ich mich Sie beim nächsten Podcast der Knopfhörber wieder begrüßen zu dürfen.
00:22:40: Dann von der Messe EPF Estrich Paket Fliese in Feuchtwangen.